STÄDTE-PASSANTEN

STÄDTE PASSANTEN / Fotografie 1974 -2012 von Leo Kandl
Leo-Kandl_Städte Passanten_Lebzelterhaus-Vöklabruck_02Den Fotografen Leo Kandl (geb. 1944 in Mistelbach, lebt in Wien) mit einer Auswahl aus seinem umfangreichen fotografischen Werk zu präsentieren ist das Anliegen der Ausstellung Städte Passanten. Sie ist dem Aspekt des Reisens, des Kennenlernens von unbekannten Personen gewidmet.
Der 2015 in Salzburg mit dem Otto Breicha-Preis für Fotokunst des Museum der Moderne ausgezeichnete Künstler wird als sensibler Weltreisender gezeigt, als Neugieriger und Forschender.

Leo-Kandl_PorträtKandl ist ein stiller und feinsinniger Beobachter, der die unterschiedlichsten Orte der Welt aufsucht, um dort seine Eindrücke zu dokumentieren.
Das beginnt mit wenig spektakulären Orten seiner direkten Umgebung, dem Naschmarkt, den Stadtbahnstationen, Stehcafés oder den Fotografien
der Serie Weinhaus aus den 1970er und 1980er-Jahren.
Kandl erzählt hier von Menschen und Orten, die nicht im Rampenlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen und die meistens übersehen werden.
Passanten und Zufallsbegegnungen sind ein wiederkehrendes Moment im Werk von Leo Kandl. Waren es zunächst anonyme Porträts, die er auf der Straße einfing,
so führte er in späteren Jahren mittels Annoncen und Kontaktanzeigen bewusst Treffen herbei. Um 2000 startete er die Serie Free Portraits, die auf umfassenden
Vorbereitungen und Verabredungen mit ihm zuvor unbekannten freiwilligen „Modellen“ basiert. Das größte Potenzial für diese Serie fand Kandl in den multikulturellen

und anonymen Szenarien der Metropolen New York und London.

Seit seinem Studienaufenthalt 2003 im Iran interessiert sich Kandl für Stadtlandschaften und Peripherien. Es sind die Anonymität der Orte und die „Atmosphäre des Unscheinbaren“,

welche ihn auch zu seinen Bildrecherchen in der Ukraine, in Russland, in Thailand anregten. Kandl sieht in seinen Städtebildern bevorzugt die räumlichen Bildkompositionen und verleiht
den „Architekturen des Zufalls“ durch seine farblich fein abgestimmte Palette eine eigene Aura.
 
Leo-Kandl Städte Passanten Lebzelterhaus-Vöklabruck
Leo Kandl, Motiv Im Cafe Prickel 1980
In der VÖCKLABRUCK AUSSTELLUNG wird anhand von etwa dreißig Exponaten ein Überblick über Kandls Schaffen seit den 1970er-Jahren gezeigt.
Raum 1 widmet sich den „Free Portraits“.
Raum 2 zeigt Stadtansichten.
Raum 3 gestaltet sich mit Städtebildern aus Teheran und Moskau.
Raum 4 präsentiert „Orte in Wien“. Raum 5 ist der Bangkok-Studie gewidmet.
Leo Kandl stellt derzeit auch gemeinsam mit weiteren österreichischen Fotokünstlern in der Wiener Albertina aus.
 
 Text: Dr. Margit Zuckriegl (Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin, Salzburg)

Einladung_Leo-Kandl_StädtePassanten_Lebzelterhaus-Vöklabruck„Städte  Passanten. Fotografien 1974-2012“
Leo Kandl
Vernissage: Mo 19. Juni 2017 19.00 Uhr / Stadtgalerie Lebzelterhaus Vöcklabruck
Kuratiert von Dr. Margit Zuckriegl (Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin, Salzburg)
Die Ausstellung in Vöcklabruck findet bis 1. Juli 2017 statt.
Parallelausstellung Hausruckviertler Kunstkreis: Ingeborg Rauss „mehr oder weniger“ (Eröffnung 18.30 Uhr).
 
NEUE Öffnungszeiten der Galerie:
Mo – Sa  10 – 13 Uhr
Informationen zur Stadtgalerie Vöcklabruck unter http://www.voecklabruck.at/kunst-kultur/stadtgalerie.html
 

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