SPUR 03 / Über Künstler Webseiten

Wolfgang Lehner & Karl Artmann über Künstler Webseiten
Wolfgang Lehner & Karl Artmann im Freien Radio Freistadt

Unsere digitale Zeit bietet auch für Künstler neue Möglichkeiten: mit wenig Kosten kann man sich einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen, sich einen Interessentenstock aufbauen und so auch zu Ankäufen kommen. Wie man das macht, auch mit geringen Digitalkenntnissen, haben wir in der letzten  KUNSTNOTIZEN – Radiosendung mit Karl Artmann und Wolfgang Lehner diskutiert. Beide sind Medienexperten, selbst künstlerisch tätig und in der Kunstszene gut vernetzt, kennen also die Probleme und haben in jahrelanger Arbeit mit viel Erfahrung Programme entwickelt, die einfach zu handhaben sind. Einige Tipps und Tricks im Umgang mit Webseiten haben sie uns in der Sendung mitgeteilt.         

Viele Künstler haben bereits eine Webseite. Allerdings ist es fraglich, wie effektiv sie sind. Ist ein Künstler bereits bekannt und wird von einem Interessenten namentlich gesucht, dann erscheint bei einer Onlinesuche im Normalfall die gesuchte Webseite gleich ganz oben auf der Vorschlagsliste des Suchprogramms. Sucht man jedoch mit allgemeinen Begriffen, zB. Maler in OÖ, erscheinen nur jene Namen von Künstlern ganz vorne, auf deren Webseiten ständig Aktivitäten gesetzt werden. Je mehr Aktivität, desto höher die Punktezahl, desto höher steigt man im Suchranking. Allerdings reicht es nicht einfach nur ein paar Bilder auszutauschen oder zu ergänzen, Google gibt dem Text einen eindeutigen Vorrang. Karl Artmann und Wolfgang Lehner empfehlen daher, so etwas wie ein Onlinemagazin auf der Webseite aufzubauen. Das kann zB. ein Begleittext zur Entstehung eines Kunstwerks sein; warum gerade dieses Motiv, warum gerade jetzt, Bemerkungen zur Metarial-/ Stil-/ Farbwahl, etc. Je mehr Text, umso besser, aber auch nur ein paar Zeilen helfen bereits. Mindestens ein Magazinbeitrag pro Monat ist schon hilfreich, wenn mehr umso besser. Story telling ist hier der Überbegriff, besonders vor Ausstellungen lassen sich so Neugierde auf das endgültige Produkt aufbauen. Je mehr Bezug ein Betrachter zu einem Bild hat, umso eher will er es dann auch real sehen. Noch ein Tipp von den Experten zur Handhabung von Bildern auf der Webseite: Jedes Bild sollte in der Dateibezeichnung alle wichtigen Daten, den Namen des Künstlers, den Titel des Bildes, evt. auch Material und Machart(immer mit einem Bindestrich dazwischen), enthalten, das kann ruhig einen langen Namen ergeben. Dann werden auch die Bilder im Suchlauf berücksichtigt.

Wichtig ist auch zu wissen, dass ein Interessent nur knapp 30 Sekunden auf einer  Webseite verweilt. Daher ist es vorteilhaft bereits in den ersten Sätzen das Wesentliche mitzuteilen und damit Interesse für ein weiteres Verbleiben zu wecken. Nicht jeder tut sich leicht, einen Text zu verfassen, da ist dann die Kreativität eines Künstlers gefragt, entweder Talent gegen Talent zu tauschen, oder das Magazin als Frage und Antwortspiel anzulegen.

Text und Foto: Antonia Zimmermann

Hier zwei Beispiel – Webseiten:                                                                                                          

 

Karl Artmann und Wolfgang Lehner wissen natürlich, dass viele von uns 40+ digitale Immigranten sind und haben daher eine preiswerte und leicht handhabbare Lösung entwickelt, die auf WordPress basiert und je nach Budget ausbaubar ist. Mehr unter http://blickicht.com/

Hier die Sendung zum Nachhören  https://cba.fro.at/332999

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