LICHTKUNST

christoph luckenender lichtkunst
Atelier Christoph Luckenender Okt.2016

Christoph Luckeneder ist ein vielseitiger, international anerkannter Künstler. Neben Malerei, Fotografie, Typographie, Videos und 3D-Comics beeindruckt besonders seine Lichtkunst. Meterhohe Skulpturen fügt er gekonnt in die Landschaft ein. Durch farbige indirekte Beleuchtung sieht man sie in der Nacht gegen den dunklen Hintergrund besonders gut und sind weithin als landmarks sichtbar.

Christoph Luckeneder ist fasziniert von Licht. Er experimentiert auf mehrfache Weise damit, einerseits nutzt er das Sonnenlicht, andererseits spielt er mit unterschiedlich gefärbtem indirektem Kunstlicht, das in der Finsternis die Objekte erhellt und durch unterschiedliche Stimmungen bezaubert.

Mit Plexiglas ‚gemalte‘ Stelen erhalten ihren besonderen Reiz, wenn sie tagsüber von der Sonne durchleuchtet und nachts von innen beleuchtet werden. Sie wirken wie überdimensionale Gemälde. Beim Objekt ‚Ode an das Quadrat‘  bringt das Quadrat Ordnung und ruhige Heiterkeit in die bunte Vielfalt der willkürlichen Anordnung der Farben auf einem meterhohen Gitter.

christoph_luckenender_kakteenKakteenartige Drahtobjekte erstrecken sich oft meterhoch gegen den Himmel. Durch die nächtliche Beleuchtung scheinen sie zu schweben. Der lackierte Draht reflektiert das Licht, durch Kabelbinder, die wir Stacheln vom Drahtgitter wegstehen, wird dieser Effekt noch verstärkt. Das Prinzip ‚Kabelbinder mit Drahtgitter‘ verwendet Christoph Luckenender auch für ironische Effekte. In dem begehbaren Objekt ‚FELIX AUSTRIA‘ kann man sich den Buckel dran reiben, was sehr angenehm ist. Neben den himmelstrebenden Objekten baut Luckeneder auch beleuchtete Pavillions, in denen man in Licht baden kann, Raumtrenner für den Garten, Gesichter für Hausfassaden – immer beleuchtet und stimmungsvoll besonders in der finsteren Jahreszeit.

Neben der dieser eher heiteren Lichtkunst gibt es bei Christoph Luckeneder  auch eine ernste Seite. Z.B. das Projekt Golgotha der T’s‘. Es nimmt Bezug auf das zunehmende Verschwinden von Schrift. Die Anordnung der drei T-Installationen erinnert nicht ganz zufällig an die 3 Kreuze von Golgotha. Die Beleuchtung der Buchstaben von innen nimmt ihnen die Schwere und lässt sie zu schweben scheinen; die stachelartig angebrachten Kabelbinder wiederum bauen Distanz auf, erinnern an Kakteen – eine kraftvolle Erinnerung an eine wesentliche Kulturtechnik.

Christoph Luckeneder war auf zahlreichen Kunstevents, wie z.B. Art Basel, Moskau Light Fest, Biennale di Venezia, ..  vertreten. Er öffnet im Rahmen der ‚Tage des offenen Atelier’ am Sonntag, 16. Oktober 2016 ab 14 Uhr seine Atelier und seinen Garten. Am Nachmittag zum Stöbern in seinen Bildern und Grafiken und zur Ansicht der Video-Doku von seinen Kunstevents. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man die leuchtende landart bewundern. (Gegen Voranmeldung findet für besonders Interessierte eine LIGHT ART NIGHT – PREVIEW statt: Fr.14 Okt.2016 ab 18 Uhr.)Gutes Schuhwerk und warme Kleidung sind empfehlenswert. Achtung: Vorher unbedingt die Wegbeschreibung auf der Webseite unter Kontakt lesen.

Text und Fotos: Antonia Zimmermann

christoph_luckenender_felixaustriaMag. Art. Christoph Luckeneder
4791 Rainbach im Innkreis / Salling 10 / 0676 7214555 / christoph.luckeneder@aon.at
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