KUNST | WERBUNG

Kunstmeile Wels, Freiluftgalerie, Regionale Kunst, Kunst-WerbungWo normalerweise Werbetafeln zu finden sind, sieht man in der Dragonerstraße in Wels Werbung für die Kunst. Über eine Länge von an die 100 Meter sind Arbeiten von Künstlern aus der Region als Reproduktion in imposanter Größe zu sehen. Diese Kunst-Werbung ist Teil einer geplanten Kunstmeile in der Dragonerstraße und eine gelungene Freiluftgalerie, für jeden frei zugänglich.

Diese Plakatwand für die Kunst ist eine Initiative von Renate Pyrker zur Förderung der regionalen Kunstszene. Seit 2012 wird sie jedes Jahr im Frühling mit neuen Kunstwerken bestückt. Künstler können sich bewerben, eine Jury stellt eine stimmige Kombination von Werken zusammen. Der Fotograf Hardy Krüger jr., der angrenzend sein Studio hat, fotografiert die ausgesuchten Arbeiten in hoher Qualität ab, so dass sie dann von der Firma Austria Plastics, der auch die Plakatwand gehört und deren Chefin Renate Pyrker ist, in ebenso guter Qualität auf Wellplatten vergrößert und gedruckt werden können; sie sind wetterfest und für mindestens 4 Jahre lichtbeständig. Neben den Kunstwerken gibt es auch einen Bereich, wo Künstler Plakate zur Ankündigung ihrer Veranstaltungen anbringen können. All dies ist für die Künstler kostenfrei. Nach dem Austausch der reproduzierten Kunstwerke, können sie entweder von den Künstlern selbst mitgenommen werden, oder sie werden für Sozialprojekte in Afrika versteigert.

Diese Freiluftgalerie wird derzeit von acht regionalen Künstlern bespielt, die trotz ihrer unterschiedlichen Ausdrucksformen hervorragend miteinander harmonieren. Vom Maler Klaus Schöberl sieht man eine grafische, überdimensionale „Schnecke“,  vom Fotografen Johann Wimmer das Stimmungsfoto eines einsamen Hundes vor der Kulisse von Athen, „Feurig“, ein farbenfrohes Bild (nomen es omen) von Renate Fellhofer, daneben der in kühlem Blau gehaltene Zyklus „Attersee“ von Klaus Krobath, eine neue Interpretation der „Bremer Stadtmusikanten“ von Arnold Hirsch, wieder eher reduziert, gleich wieder abgelöst von den intensiven Farben der Bildes „Girls and Boys“ von Beatrix Durstmüller, dann ein Vexierbild aus verschachtelten, geometrischen Formen von Albert Nagy und eine Smiley-Kette auf Rosa von Karin Hannak, die zum Schmunzeln anregt.

All diese Arbeiten lassen sich in aller Ruhe betrachten, ohne Schwellenangst, die vielleicht von einem Besuch in einer Galerie abhält, durch die Größe sind sie auch Im Vorbeifahren gut zu sehen. Im Laufe der Jahre erhält man so einen guten Eindruck von der Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten, erklärende Texte unterstützen diese niedrigschwellige Entdeckungsreise zur bildenden Kunst in der Region.

Künstler der Region können sich bei Renate Pyrker für eine Teilnahme an diesem Projekt bewerben. Weitere Informationen kann man sich unter office@austriaplastics.at holen.

Text und Foto: Antonia Zimmermann

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