KUNST ALS SPIRITUELLER WEG

KUNST ALS SPIRITUELLER WEG
Kunst als Spritueller Weg /Einladung_Weibsbilder_Bruckmühle_web
Finissage / So 18.März 16.00 Uhr
Vortrag von Prof. HUBERT GAISBAUER
über SIMONE WEIL (1909 – 1943)

Vortrag mit Bildern: Simone Weils spiritueller Weg ist markiert von Begegnungen mit Kunstwerken. Sie stehen wie sichtbare Wegzeichen in ihrer Biographie. Im Frühling 1937 reist Simone Weil nach Italien. Die Brandwunden, die sie sich bei ihrem kurzen Einsatz bei den Republikanern im Spanischen Bürgerkrieg geholt hatte, waren noch nicht verheilt, eine Kur in Montana in der Schweiz gegen ihre peinigenden Kopfschmerzen war ohne Erfolg abgebrochen worden.

In Montana hörte sie gemeinsam mit einem Studenten tagelang Musik: Monteverdi, Bach, Mozart und Gregorianischen Choral. Mailand – Sie verbringt Stunden allein vor Montegnas „Beweinung Christi“ und vor Leonardos „Abendmahl“. Für Simone Weil bedeuten Kunst, Poesie, Musik nicht Vergnügen, sondern metanoia, Umkehr. Immer, von der Ilias und den großen griechischen Tragödien bis zum Gregorianischen Gesang, von den Fresken Giottos bis zu Shakespeares Sonette war Kunst für Simone Weil eine bestürzende Erfahrung, nur unvollkommen zu umschreiben mit dem Rilke-Satz: Du musst dein Leben ändern!

Unauflöslich ist ihr die Verknüpfung von Wahrheit und Schönheit.

Text H. Gaisbauer

www.bruckmuehle.at

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