HuM-ART

Transponierte Symbolik /
Hermine und Michael Sardelic (HuM-ART)
„[‚∫py: dɪ nɛ:d]“ – Augmented Reality in Art: Dekodierung und Transformation mit dem Handy
HuM-ART / Self-seeking_061
HuM-ART / Self-seeking
Vernissage: Mo 30. April 2018 19 Uhr
Galerie der Vereinigung Kunstschaffender OÖ

 

HuM-ART – Hermine und Michael Sardelic verbinden in ihrer Ausstellung reale Kunstwerke mit digital virtuellen Anwendungen wie Augmented Reality und Codeleseprogrammen. Der Besucher hat bei unterschiedlichen Exponaten die Möglichkeit, selbst aktiver Teil der Ausstellung zu werden und mit Hilfe des eigenen Handys/Tablets die Arbeiten zu dekodieren, in ihrer erweiterten Bedeutungsvielschichtigkeit zu erfahren, zu interpretieren und dabei auch selbst zu verändern.

In der Augmented Reality (AR), erweiterte Realitat, eine Mischform aus Realität und Virtualität, verschmelzen virtuelle Objekte mit Szenen, welche eine Videokamera in Echtzeit räumlich korrekt integriert und so das reale Bild erweitert. Ursprünglich als Hilfestellung bei komplexen Aufgaben in Konstruktion, Wartung und Medizin ist diese Technologie für das Künstlerpaar eine Erweiterung der Inhaltsebenen ihrer Arbeiten. Dies geschieht auch bei den verfremdeten Barcodeobjekten, bei denen Codeleseprogramme auf Handy/Tablett digitale Informationen in sprachlich verständliche Zeichen übersetzen.

Die Ausstellung in der Galerie der Vereinigung Kunstschaffender Oberosterreich (BVOO), tragt somit den bezeichnenden Titel „[‚∫py: dɪ nɛ:d]“, die Lautschriftform des Dialektausspruchs “Spü di ned”, welcher mit “Pass auf!” oder „Ich kann das nicht glauben.“ übersetzt werden kann. Der Titel selbst als auch die gezeigten Objekte und Fotografien sind Transpositionen von Symbolen mit religiös-/spirituellem und soziokulturellem Hintergrund. Durch das Herauslösen von Symbolen und unterschiedliche Materialien aus ihrem ursprünglichen Kontext oder ihrer eigentlichen Verwendung und gleichzeitigem Übertragen/Transponieren in neue Bedeutungsebenen erhalten die Objekte und Fotografien neue Assoziationen und Sinnzusammenhange. Die persönlichen Erfahrungen und Gefühle des Betrachters spielen bei der Dekodierung dieser Zusammenhänge und den daraus erfolgenden Neupositionierungen der Gedanken eine entscheidende Rolle.

Ausgangspunkt der Arbeiten sind Elemente bekannter (Kinder-)Spiele oder Symbole aus dem alltäglichen Erfahrungsbereich des Betrachters, oftmals in Verbindung mit einem religiösen Hintergrund, welche mit neuen menschlichen und geistigen Bedeutungsebenen kombiniert werden und damit die Phantasie und Interpretationsmöglichkeiten in andere Richtungen lenken und dadurch auch deren Sichtweise verändern. Dabei bleibt der Mensch, die Veränderung seines Lebensraumes und seiner spirituellen Ausrichtung im Zentrum ihrer Arbeiten. Zu sehen sind Raum- / Wandobjekte, Fotografien und Videos.

Pressetext: BVOÖ

 

ERÖFFNUNG: Mo. 30. April 2018, 19 Uhr 
Begrüßung: Katharina Acht | Präsidentin der Vereinigung Kunstschaffender OÖ
Einführende Worte: Mag.a Nicole Honeck, Kuratorin und Geschäftsführerin KUVA, Leonding
bis 23. Mai 2018 / Mo.-Fr. 15 – 19 Uhr, Sa 13 – 17 Uhr
Galerie der Vereinigung Kunstschaffender OÖ bvoö / Ursulinenhof Linz
Die Künstler sind an folgenden Samstagen von 13:00 bis 17:00 Uhr anwesend: 5., 12., 19. Mai 2018
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