HELGA HOFER

WAS ICH SEHE, HÖRE, SPÜRE UND WEISS / Helga Hofer

Helga Hofer / Was-ich-sehe-höre-spüre-und-weiß_Galarie-Pehböck_201803

Vernissage: Fr 6. April 2018 19.30 Uhr
Galerie Pehböck / Naarn

In meiner Malerei geht es um das Menschsein im Allgemeinen und um das Frausein im Besonderen. Dabei scheint die gesellschaftliche Rolle der Frau durch, eingebettet in archetypische Zusammenhänge, in soziale und biologische Festlegungen, die Generationen von Frauen vom Beginn des Menschseins bis heute verbinden. So musste ich erst die wichtige Rolle des Weiblichen in der ganzen Kulturgeschichte entdecken, und somit meine eigene weibliche Stärke, um das nötige Selbstvertrauen für meine Malerei zu finden.

Ich erinnere mich genau: ich malte das Bild „Seelenmutter“, als mir plötzlich bewusst wurde: ich bin die „Seelenmutter“, und jede Frau ist die „Seelenmutter“, die „Haarschöne“, die „Schwarze Köchin“, die „Topfmutter“, „Artemis“ und „Demeter“, die „Bergfrau“, die „Wasserfrau“, Eva und Lilith. Als mir das klar war, war ein Bann gebrochen, ich hatte mein Thema gefunden, ich malte ein Bild nach dem anderen und noch nie sind mir seither die Ideen ausgegangen. Ein Bild hat den Titel „Im Hinterland des Herzens“. Ich finde im Hinterland des Herzens sind alle gleich, ob Mann, ob Frau, ob Tier, ob Pflanze. Im Hinterland des Herzens ist Ruhe. Im Hinterland des Herzens ist das Paradies.

Mir wird immer wieder gesagt, in allen Variationen, dass meine Bilder eine große Ruhe ausstrahlen und den Betrachter beruhigen. Es war nicht von vorneweg meine erklärte Absicht, beruhigende Bilder zu malen.

Ich höre auf das, was mich innerlich als eine wortlose Einsicht bewegt und erfasst, und formuliere es mittels der Zeichnung, der Komposition und der Farbe. Gerade die Farbe ist für mich ein wichtiges Mittel, das Geheimnis, das Rätsel, das Unbegriffliche einzufangen.

Wenn ich meinen Gefühlen Ausdruck verleihen will, dann male ich nicht, sondern verwende dafür Worte, ich schreibe. Meine Malerei hat mit meinen Gefühlen nicht unmittelbar zu tun. In meinen Bildern treten vielmehr mein Weltbild und meine Lebensphilosophie zu Tage. Sie sind eine Form der Erkenntnis, die ich mir angeeignet habe. Natürlich sind Gefühle wichtig, lebenswichtig geradezu. Aber ich male  nicht, um meine Gefühle zu klären, sondern um meinen geklärten  Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Text: Helga Hofer

 

Vernissage: Fr 6. April 22018 19.30 Uhr / Einführung: Dr.in  Christine Haiden
bis 26. Mai 2018 / Tel. 0664/480 79 23
Galerie Pehböck / Unionstrasse 4 / 4331Naarn
Finissage: Sa. 26. Mai 2018 von 10.00 – 15.00h 

 

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